Schneller im Ziel: Aero-Tipps von DT Swiss

Die TORTOUR stellt eine grosse Herausforderung für Mensch, Maschine und Bekleidung. Die Aerodynamik spielt dabei eine wichtige Rolle und kann am Ende einige Minuten, wenn nicht sogar Stunden sparen oder kosten. Zusammen mit unserem Partner DT Swiss wollen wir ein paar wesentliche Fragen zum Thema Aerodynamik klären, damit auch Du am Ende schnellstmöglich wieder bei uns in Sihlcity ankommst. Deswegen auch vorweg unsere erste Frage an DT Swiss. Wie können sich Tortouristen während der TORTOUR einen aerodynamischen Vorteil verschaffen?

«75% der Aerodynamik wird durch den Fahrer beeinflusst, 25% machen Velo und dessen Komponenten aus. Daher ist es wichtig, eine möglichst aerodynamische Position zu erreichen und Bekleidung/Helm entsprechend auszuwählen. Hierbei darf allerdings der Komfort nicht vergessen werden, denn die ganze Aerodynamik nützt wenig, wenn man die Position auf dem Velo nicht dauerhaft halten kann. Für klassische Rennradfahrer wäre ein Aero-Clip-On-Aufsatz für eine Liegeposition bereits eine sinnvolle und spürbare aerodynamische Verbesserung. Allerdings bedarf ein Clip-On der Gewöhnung im Training und sollte frühzeitig in der Vorbereitung montiert und gefahren werden. Nimmt man dann also an, dass die Position auf dem Rad “gesetzt” ist, verbleiben 25% beim Velo und davon wiederum ca. 8%-Punkte bei den Laufrädern, mit denen der Fahrer die Aerodynamik beeinflussen kann. Die richtige Wahl des Laufrades hat somit einen relevanten Einfluss auf die Performance. Ausgehend vom Luftwiderstand nimmt dieser bereits ab 15 km/h exponentiell zu. Selbst bei moderaten Anstiegen fahren Teams häufig schneller als 15 km/h. Und spätestens bei der Abfahrt sollten sich Fahrer und Material auf hohe Geschwindigkeiten einstellen. Während Profi-Rennfahrern ein breites Portfolio an Laufrädern für die verschiedenen Streckenanforderungen bereitsteht, suchen die ambitionierten Tortouristi nach einer «eierlegenden Wollmilchsau». Gewicht oder Aerodynamik? Aerodynamik entscheidet und so würde die ideale Allroundvariante eines Carbon-Laufrades eine Felgenhöhe von ca. 60 mm haben; so wie unsere ARC 1100 DICUT 62. Schnell in der Ebene mit guter Kontrolle auch bei stärkeren Winden, dennoch leicht genug, einen längeren Pass erfolgreich und schnell zu erklimmen.»

Stichwort: Laufradsatz.

Laufräder sind bekanntlich die beste Investition in eine schnellere Zeit an einem Zeitfahren. Die TORTOUR verbietet Windschatten fahren (ausser im eigenen Team) und deswegen kann auch die TORTOUR als eine Art Ultra-Zeitfahren angesehen werden. Welche Laufräder wären also für welchen Einsatz am besten geeignet?

«Grundsätzlich gilt: je höher die Felge, desto besser ist die Aerodynamik des Laufrades.

Carbon-Laufräder mit Felgenhöhen von ca. 50 mm, sind flinke Flitzer und können bei Richtungswechseln, Anstiegen und Abfahrten sicher bewegt werden. Z.B. die ARC 1100 DICUT 48 sind in frontalen Windverhältnissen (oder nur sehr leichten Seitenwinden) ebenfalls extrem aerodynamisch. Bei starken Seitenwinden behält der Fahrer immer die volle Kontrolle, profitiert jedoch nicht so stark vom sogenannten Segeleffekt, den die Aerolaufräder von DT Swiss exzellent ausnutzen. Dieser Segeleffekt kann Seitenwind in einen Vortrieb umwandeln. Bei den DT Swiss Laufrädern mit Felgenhöhen von 62 bis 80 mm wird bei Seitenwinden um 12-18° dieser Vortrieb erzeugt, d.h. der Radfahrer wird sogar durch die Laufräder angetrieben und spart Kraft. Klingt unglaublich, ist allerdings in der Entwicklung und aufwendigen Windkanaltest gewollt und nachgewiesen. Mehr dazu findet Ihr auf unserer Website »

Aero-Hacks für eine schnellere Zeit an der TORTOUR

Gibt es noch weitere Aero-Hacks die DT Swiss für unsere Teilnehmer preisgibt?

«Klar, da gibt es einige. Ich zähle mal die wichtigsten Tipps auf:

Bekleidung sollte eng anliegen und im Vorfeld ausreichend getestet werden. Ein ungewohnter enger “Fit” kann im “Rennen” unangenehm werden.

Aufsatz oder Aero-Position im Training ausgiebig testen. Das gilt auch für eine dauerhafte Fahrt in der Unterlenkerposition, die über längere Zeit unangenehm werden kann.

Aero-Setup des Velos im Training auf verschiedenen Strecken und Profilen sowie Windbedingungen testen. So kann man sich auf die Fahreigenschaften in verschiedenen Situationen besser einstellen und entsprechend reagieren.

Aero beats weight: Da der Luftwiderstand ab 15 km/h mit zunehmender Geschwindigkeit exponentiell ansteigt, wird sich ein etwas schwereres Aero-Setup bei Velo und Komponenten/Laufrädern positiv auf die Performance auswirken.

Vorderrad mit schmaleren Reifen ausstatten (in Abstimmung mit der Felgenbreite) – dort kann die Angriffsfläche des Windes beeinflusst werden. Hinten auf Komfort mit einem breiteren Reifen setzen. Zusätzlicher Effekt: bei modernen tubeless Reifen mit 25+ mm Breite nimmt auch der Rollwiderstand ab und beeinflusst die Gesamtperformance des Velos und der Laufräder.

Smile and enjoy the ride – even in an aero-position: Es ist keine WM, sondern eine fantastische, seltene Möglichkeit in unsicheren Zeiten, einen tollen Sport mit Wettkampfcharakter auszuüben.»

Mit Tubeless einem Platten vorbeugen

Nebst einem optimalen Aero-Setup sollten aber auch andere Details in Betracht gezogen werden. Ein grosser Ärger für Solo-Athleten ohne Begleitfahrzeug oder Sprint-Teilnehmende sind Platten. Wie kann man das Risiko minimieren?

«Alle DT Swiss Laufräder sind seit 2016 tubeless ready, d.h. mit entsprechenden Pneus auch ohne Schlauch zu fahren. Es zeigt sich, dass kleine Defekte im Reifen durch die Verwendung von Tubeless Pneus und der passenden Dichtmilch (ist aus Sicherheit Pflicht bei tubeless Pneus) «automatisch» behoben werden können. Kleine Löcher werden so durch die Dichtmilch «abgedichtet», es kommt zu keinem oder nur sehr geringem Luftverlust im Reifen und der Fahrer kann das Rennen ungehindert fortsetzen. Die weiteren Vorteile von Tubeless Reifen sind ein besserer Komfort und ein geringerer Rollwiderstand (dies aufgrund der leichteren Deformierung der Reifenkarkasse beim Überfahren von kleinen Bodenunebenheiten.

Bei anderen Laufradherstellern: Checkt, ob das Laufrad mit einem entsprechenden tubeless Tape «gedichtet» und auf tubeless umgerüstet werden kann.

Es empfiehlt sich, ein tubeless Set-Up im Vorfeld ausgiebig zu testen. Lasst Euch bzgl. der Dichtmilch und dem Reifen passend zu Euren Felgen beraten. Es ist unangenehm, unmittelbar vor dem Start Änderungen vorzunehmen.

Auch hierzu liefert unsere Website weitere nützliche Informationen »

Über DT Swiss

DT Swiss ist ein weltweit führender Hersteller von High-Performance Komponenten für das Segment sportlicher Fahrräder. Neben dem Hauptsitz in Biel sind Fabrikations- und Verkaufsstandorte in Deutschland, Polen, Frankreich, USA und Taiwan entstanden.

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